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Gute Praktiken

In den Kantonen bestehen heute immer noch signifikante qualitative Unterschiede in den Wohn-, Betreuungs- und Bildungsstrukturen für unbegleitete Minderjährige (MNA). Ungleichbehandlung und Herausforderungen in der Einhaltung ihrer Kinderrechte sind die Konsequenz.

Das Good-Practice-Katalog-Projekt setzt bei diesen kantonalen Differenzen an: er beleuchtet bestehende wichtige Angebote und Lösungsansätze, die der besonderen Schutzwürdigkeit der MNA Rechnung tragen. Ziel ist es zu veranschaulichen, wie trotz unterschiedlicher kantonaler Strukturen und Ressourcen eine kindeszentrierte Betreuung der MNA möglich ist. Damit soll zu einer kantonsübergreifenden Harmonisierung der Betreuungsqualität und Umsetzung der Kinderrechte beigetragen werden, wie sie die SODK und das Handbuch zur MNA-Betreuung des Internationalen Sozialdienst Schweiz (SSI) empfehlen.

Als Good Practice werden die vielversprechende Projekte, Dienste und Initiativen porträtiert. Vielversprechend sind Praktiken, die eine kindeszentrierte Betreuung in den Kantonen durch eine Reihe folgender Elemente fördern: sie sind entweder einfach replizierbar, besonders wirksam, zielen auf eine individuelle Unterstützung der MNA ab, sind inklusiv betreffend Status oder Altersgruppe, Fördern die aktive Partizipation der MNA oder die Vernetzung der für die MNA-Betreuung relevanten Akteure.

Die dokumentierten Praktiken sind eine veranschaulichende Auswahl, basierend auf einer Bestandaufnahme des SSI der MNA-Betreuungsstrukturen in den Kantonen (Mapping-Projekt). Viele der portraitierten Praktiken befinden sich angesichts des volatilen Charakters des Asylwesens noch in der Probephase. Im Bewusstsein dessen und, dass es noch viele weitere Good Practices gibt, wird der Katalog fortlaufend ergänzt werden.

Das Good-Practice-Katalog-Projekt wird durch das Migros-Kulturprozent und die Walter Robert Corti Stiftung gefördert.

Das Good-Practice-Katalog-Projekt