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Sozialpädagogische Betreuung

Im Kanton Wallis ist das Aufnahmezentrum Rados mit der Betreuung unbegleiteter Minderjähriger (MNA) betraut. Die Kinder und Jugendlichen werden je nach Alter und Geschlecht in fünf Aufnahmezentren untergebracht, besonders unabhängige und selbstständige junge Menschen erhalten zudem die Möglichkeit, sich in einer Wohnung einzurichten.

In den Strukturen für jüngere MNA ist rund um die Uhr eine Betreuung zugesichert. Die Betreuer bleiben bis 22 Uhr im Heim und werden danach von Nachtwächtern abgelöst, die über eine Ausbildung oder über eine Erfahrung im Bereich der Sozialarbeit verfügen. Freiwillige des Internationalen Zivildienstes, Zivilisten sowie Asylsuchende im Rahmen ihres Beschäftigungsprogramms ergänzen das Betreuerteam.

Im Kanton Genf ist das Hospice Général für die Aufnahme, die soziale und finanzielle Unterstützung und den Zugang zu medizinischer Betreuung, Unterkunft und Integrationsmassnahmen für Asylsuchende zuständig. Anfang 2016 wurde ein neues Zentrum speziell für unbegleitete Minderjährige eröffnet.

Die sozialpädagogische Begleitung ist bis zur Volljährigkeit der jungen Menschen vorgesehen, kann aber bis zu ihrem 25. Altersjahr weitergeführt werden, wenn die Betroffenen einen Ausweis N oder F für die provisorische Zulassung besitzen und in einer Ausbildung stehen.

Pflegefamilien, Kanton AR

Der Verein Tipiti ist im Kanton Appenzell Ausserrhoden für die Unterbringung und Betreuung unbegleiteter Minderjähriger zuständig. Während einer Ankunftsphase klärt Tipiti mit alle MNA – unabhängig von ihrem Status und ihrem Alter –, ob eine Pflegefamilienplatzierung in Frage kommt. Ins Zentrum ihrer Arbeit stellt Tipiti das Bedürfnis nach verlässlichen, dauerhaften Beziehungen auch über das 18. Lebensjahr hinaus.